Mittwoch, 25. Februar 2015
Literatur und Vernunft: Der Jasager/Neinsager
Wenn ich den "Jasager" zum ersten Mal gelesen hat, war ich nicht zu beeindruckt. In Wahrheit habe ich es allzu einfach gefunden. "Ja klar, Brecht, ich verstehe schon: der Fascismus und die Nazis sind böse, die meistens Leute sind Idioten, wir müssen wirklich die Sache überlegen bevor wir einfach einverstanden sind" dachte ich, weil ich mir ganz sicher war, dass er versucht hatte, durch einem Kartholz mit dem Punkt, mich zu schlagen. Sogar wenn ich den "Neinsager" gelesen hat, war ich noch enttäuscht, seit die einzige Dinge, dass ich schätzen könnte, war dass am Ende der Geschichten der Knabe tatsächlich mit Logik gesprochen hat.
Dann heute im Kurs hat ich einen Moment der Erleuchtung. Nathan und ich diskutierte die Geschichte (ehrlicherweise über Gott und die Welt, wie ich zu tun pflegte), und ich habe bemerkt, die Geschichte war tatsächlich philosophisch tiefer als ich hat ursprünglich gedacht. Keine schuldiger als sein Nachbar. Beide Texte würden uns fragten, was ist es, neutral zu sein? Gibt es ein Schicksal? Können wir angesichts des Universums passiv blieben? In dem "Jasager" mit seiner Seuche und seinem Brauch, es sieht so aus, dass es wirklich "ein Schicksal" gibt, indem man nur schuldig durch seinem bestimmten oder positiven Handlungen und Entscheidungen wird. Wir die Leser aber es besser wissen. Der Neinsager nur verstärkt diesen Punkt: hier gibt es keine Seuche, kein Brauch indem man seinen müde Freund zu Schicksal lassen kann, es gibt nur lieber unsere vernünftigen Entscheidungen gegen eine regellose und verantwortungslose Welt. Entgegen der Schmähung, Entgegen dem Gelächter. Genau wie der Jasager, diese "Moral" ist ironisch. Wir, die können die Absurdität und Unvernunft des Universums sehen, sind die einzige Leute, die sollten lachen.
Donnerstag, 19. Februar 2015
(Warnung: Eisbären) Bevor du klickst: denk darüber noch mal nach!
Ich gebe zu: es gibt absolut keinen Grund, warum die Eisbären mir gefällten.
Doch ich liebe sie. Eigentlich sind sie tödlich süß (auf Englisch wurde ich sagen, dass sie "unbearably" süß wären). Man kann nicht ein Eisbärenjunges anblicken, ohne dabei ein bisschen glücklicher werden. Ja, ich weiß, dass die Eisbären grausam sollen. Aber das glaube ich einfach nicht. Bloß schauen Sie sich ein! Unmöglich! Das Antlitz ist zu adlig, wahrlich gewaltsam zu sein. Und doch in diesem gleichen Gesicht, kann man auch den edelen, hündischen Geist von Verspieltheit sehen. Ach, du vertrautes Geschöpf, warst du vormals ein lange verschollener Freund zu Menschheit. Aber nicht mehr! Vielleicht eines Tages, (in der nächsten, unausweichlich Eiszeit) wirst du wieder unser Gefährte werden.
Donnerstag, 12. Februar 2015
Pessoa, der Flaneur
Mein Lieblingsautor ist Fernando Pessoa (1888 - 1935), ein portugiesischer Dichter, Schriftsteller, Mystiker, Kritiker und einer von den wichtigsten Literaten des letzten Jahrhunderts. Nicht besonders bekannt in der englischsprachigen Welt, enthielt er fast 80 Seelen in einem einzigen, und oft einsamen Körper. Er hat unter ungefähr 81 "Heteronymen" (falsche Namen mit verschiedene Persönlichkeiten) geschrieben, indem jeder seine eigenen Eigenschaften hat. Inmitten seiner Werken ist das Buch der Unruhe (The Book of Disquiet auf englisch) mein absolut Liebling. Dieses wurde unter seines "Semi-Heteronym" Bernardo Soares verfasst, den er selbst als "ich, ohne meinen Rationalität und Gefühlen... seine Prosa ist eine endlose Träumerei," beschrieben hat. Diese kurze Beschreibung könnte überhaupt nicht ihm gerecht werden, aber hier ist ein kleines Bild:
"Im Osten erhebt sich die Stadt, nur zum Teil sichtbar, fast senkrecht und erstürmt statisch das Kastell. Die bleiche Sonne umflort die unerwartete Häusermasse, die sie hier verbirgt, mit einer verschwommenen Aureole. Der Himmel ist von einem feuchtblassen Blau. Vielleicht regnet es heute wieder, doch sanfter als gestern. Der Wind scheint von Osten her zu kommen, denn mit einem Mal riecht es nach reifem Obst und Grünzeug vom nahen Markt. Auf der Ostseite des Platzes tummeln sich mehr Auswärtige als auf der Westseite. Die Rollläden der Geschäfte fallen wie gedämpfte Schüsse nach oben. Ich weiß nicht warum, aber das Geräusch trägt mir diesen Satz zu. Vielleicht, weil sie dieses Geräusch vor allem beim Nach-unten-Gehen verursachen, jetzt jedenfalls gehen sie nach oben. Alles erklärt sich. Mit einem Mal bin ich allein auf der Welt. Ich sehe all dies von der Höhe eines geistigen Daches aus. Ich bin allein auf der Welt. Sehen heißt abseits stehen. Klar sehen heißt stillstehen. Analysieren heißt fremd sein."
Montag, 9. Februar 2015
Exilliteratur: Bertolt Brecht
Bertolt Brecht (1898 in Augsburg geboren) ist einer der berühmtesten deutschen Dramatikern und Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Als ein Marxist in der Dreißigerjahren seine Werke ist überlegt, der Exilliteratur zu gehören, und verlass er Deutschland im 1933. Viele von seinen Theaterstücken und Kurzgeschichten, wie „Galileo Galilei, und „ Geschichten vom Herrn Keuner“ enthalten Themen, die war sowohl antifaschistisch und auch gegen Nationalsozialismus. Einer von dieser Kurzgeschichten, betitelt „Wenn die Haifische wären Menschen“ vergleicht die Gesellschaft mit den grausamen Regeln von Natur, und folgt, dass unsere Regierungen genauso Herzlos sind.
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